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Freitag, 24. April 2015

Rana Plaza: vergessen haben wir nicht - oder doch? || Rana Plaza, we haven't forgotten - or have we?


Zwei Jahre ist es her, seit die Rana-Plaza-Kleiderfabrik in der bengalischen Hauptstadt Dhaka eingestürzt ist. Über 1000 Menschen wurden damals unter den Trümmern begraben, von Gebäudeteilen erschlagen, von Metallteilen aufgespießt. 1000 Menschen - und das sind nur die, die gestorben sind. Viele mehr wurden schwer verletzt, einige so schwer, dass sie nie wieder arbeiten werden können.

Der Aufschrei damals war groß. Aber zwei Jahre nach der Tragödie hat sich nicht viel verändert. Nicht die Arbeitsbedingungen von Niedriglohnbeschäftigten in der Bekleidungsindustrie (nicht nur) in Bangladesch, und auch nicht unsere Einkaufsgewohnheiten. Kaufst du noch bei Primark, Benetton, C&A, Mango, Zara? Ich schon. Und ich mag damit angefangen haben, mehr von Fairtrade-Marken zu kaufen (und sowieso kaufe ich viele, wenn nicht sogar die meisten, meiner Kleider in Second-Hand-Läden), aber mit jedem Hemd, das wir bei Primark kaufen, mit jedem Rock von Mango unterstützen wir letztendlich die Ungerechtkeit, die den Arbeitern in der Bekleidungsindustrie in Südasien und anderen Teilen der Welt widerfährt.

Und natürlich ist niemand perfekt, nicht alle von uns können es sich leisten, nur Fairtrade zu kaufen, aber das Ganze würde sich ein bisschen besser anfühlen, wenn wir uns wenigstens erinnern würden, wenn wir wenigstens einräumen würden, wenn uns bewusst wäre, was wir hier tun, was wir unterstüten - aber tun wir das? Oder shoppen wir einfach fröhlich weiter ohne auch nur einen Gedanken darauf zu verlieren, wie es sein kann, dass das Maxikleid, das wir da gerade erstanden haben, nur 10 EUR gekostet hat? Wieviele Autoren von muslimischen Modeblogs schreiben nicht nur über die neusten Trendfarben oder veröffentlichen noch ein Schaut-mal-alle-was-ich-gekauft-habe-Video, sondern erinnern sich und andere daran, dass wir, als Muslime, eigentlich aufstehen sollen gegen Ungerechtigkeit und nicht die Ausbeutung der Schwächsten in einer Gesellschaft noch fördern?

Ok, genug gemeckert - was kann man tun?

1) Versuchen, wenn immer möglich, Fairtrade- (und biologisch verträglich hergestellte) Kleidung zu kaufen.
2) Second-Hand kaufen (falls das einem liegt). 
3) Einfach weniger kaufen - brauchen wir wirklich das ganze Zeug?
4) Vielleicht Kleider mit Freunden tauschen.
5) Oder sogar Kleider selber nähen, aus Fairtrade-Stoffen.
6) Initiativen unterstützen, die sich für die Rechte von Arbeitern einsetzen.
7) Und zu allermindest: Bewusstsein schaffen und über die Problematik aufklären.


It's been two years since the Rana Plaza garment factory in the Bangladeshi capital Dhaka collapsed. More than 1000 people were buried under the rubble, crushed to death, pierced by metal pieces. 1000 people - and that's just those who died. Many more were left with severe injuries, some of them unable to ever work again. 

The outcry was huge. But two years after the tragedy, not much has changed. Not the working conditions of - not only - Bangladesh's low-paid workers in the garment industry, nor our shopping habits. Do you still buy at Primark, Benetton, C&A, Mango, Zara? I know I do. And I might have started to buy more from fair trade labels (and I buy many, if not most of my clothes from charity shops anyway), but still, in the end with every shirt we buy from Primark, every skirt from Mango we support the injustice done to the people working in the garment industry in South Asia and elsewhere.

And no-one is perfect, of course not, not all of us can afford to buy fairtrade only, but it would feel a bit better, if at least we remembered, if at least we acknowledge - but do we? Or do we just happily continue shopping without ever thinking about how it is possible that that maxi dress we've just recently purchased didn't cost us more than 10 GBP? How many authors of Muslim fashion blogs do not just write about the latest colour trends or publish yet another "haul" video, but also remember, and remind themselves and others, that we, as Muslims, are supposed to stand up for justice and not support exploitation of the weakest in society?

Ok, rant over - what can we do?

1) Try to buy fairtrade (and organic) clothes whenever possible.
2) Consider buying from charity shops.
3) Buy less - do we really need that much?
4) Consider swapping clothes with friends.
5) Perhaps sew your own clothes using fairtrade fabric.
6) Support initiatives promoting workers' rights.
7) And at the very least: raise awareness!

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Dienstag, 11. November 2014

Selbstgemachtes Öl-Körperpeeling || DIY Oil Body Scrub

Salz, Honig und Olivenöl || Salt, honey and olive oil 
 

Ich habe eigentlich nie viel Geld für Schönheitsprodukte ausgegeben. Ich verwende nicht viele verschiedene Produkte und von welcher Marke sie sind ist mir eigentlicht ziemlich egal. Als Studentin habe ich begonnen, vor allem No-Name-Produkte zu verwenden, wie zum Beispiel Gesichtswaschgel von Aldi oder Asda. Die waren günstig und erfüllten ihren Zweck. Irgendwann letztes Jahr habe ich dann zum ersten Mal seit langem wieder ein Markenprodukt gekauft. Es war jetzt nichts wirklich Besonderes, hat nur einen Pfund gekostet, aber es sah schöner aus als die super billigen Waschgels, die ich in den letzten Jahren immer gekauft hatte.

I have never spent much money on beauty products. I don't use many different products and don't really care much about the brands either. When I was a student, I started using non-brand products a lot, like face wash from Aldi or Asda. It was cheap and did the job. Some time last year, I broke my habit of always buying the cheapest option and got a branded item for the first time in ages. It was nothing fancy, only cost one pound or so, but it looked nicer than the super cheap stuff. 

Wenn das Zeug nicht bei jedem Mal, dass ich es auf meinem Gesicht verteilte, so verdammt gebrannt hätte. Ich habe jetzt wirklich keine übermäßig empfindliche Haut (eigentlich gar nicht), deswegen brachte die Reaktion meiner Haut mich doch etwas zum Nachdenken. Viele von uns achten genau darauf, was wir in unsere Körper geben, was wir essen, aber wie oft denken wir eigentlich darüber nach, was all die Lotionen, Creams, Gele und das Makeup, das viele von uns auf unsere Haut geben, enthalten? Je länger ich darüber nachdachte, desto unwohler war mir bei dem Gedanken. Kann ein Schönheitsprodukt, das deine Haut so reizt, gut für deinen Körper sein? Ich entschied mich, zu versuchen, meinen eigenen Gesichtsreiniger herzustellen. Ich suchte online nach Rezepten, sah mir ein paar Beschreibungen auf verschiedenen Beauty-Blogs hier und dort an und machte mich auf den Weg in den Supermarkt. Dort kaufte ich:

If only it didn't burn like crazy every time I applied it on my face. I really don't have overly sensitive skin (not at all, actually), so that really made me think. Many of us take caution in what we put inside our bodies, what we eat, but how often do we actually think about what all the lotions, potions, creams and the makeup that many of us apply to our skin contain? The longer I thought about it, the more uncomfortable it made me feel. Can a product that makes your skin hurt be good for your body? I decided to try to make my own face wash. I looked for recipes online, went through a few descriptions on beauty blogs here and there and then went off to get my ingredients from the supermarket. I bought:

1kg Salz...
1kg of salt...


...125ml Extra-Virgin-Olivenöl...
...125ml extra virgin olive oil...
 

...170ml flüssigen Honig...
...170ml liquid honey...
 

...gab alles in ein großes Einmachglas, das ich bei IKEA gekauft hatte und verrührte es. || ...mixed everything in a big jar that I had bought at IKEA and stirred it well.


Online finden sich eine ganze Menge weitaus ausgefuchsterer Rezepte für Gesichts- oder Körperreinigungsgels, mit Obstpüree oder Gemüsestückchen, aber ich wollte mir keine Gedanken um die Haltbarkeit meines Produkts machen. Salz, Honig und Öl werden nicht (wirklich) schlecht, also fügte ich diese hinzu und ließ alles frischen Zutaten weg. Anstelle von Salz könnte man auch Zucker verwenden, was, falls man empfindliche Haut hat, vielleicht sogar die bessere Variante ist.

If you look for recipes for face or body washes online, you'll find much more sophisticated versions, with added fruit or vegetable, but I did not want to have to worry about the expiry date. Salt, honey and oil don't (really) go bad, so I only added those and left out any fresh ingredients. Instead of salt you could also use sugar which might be the better option if you have sensitive skin.


Letztendlich habe ich den Mix nicht als Gesichtsreiniger sondern Körperpeeling benutzt. Zuerst fühlte es sich etwas dekadent an, sich Sachen, die andere essen würden, auf die Haut zu schmieren und dann in den Abguss zu spülen, aber wenn man sich für konventionelle Schönheitsprodukte entscheidet, braucht man damit auch Ressourcen auf, die ansonsten dafür benutzt werden könnten, Lebensmittel herzustellen.

I ended up not using the mixture as a face wash but as a body scrub. It felt a bit decadent at first to apply things other people would eat to your skin and then just wash it down the drain of the shower - but if you opft for coventional beauty products, you're also using up resources that could be used to feed people instead. 

Kurz und knapp: das Zeug ist super. Es kostet nicht viel, ist leicht herzustellen und macht die Haut unglaublich weich. Bevor ich es ausprobiert hatte, hatte ich etwas befürchtet, dass mit dem ganzen Olivenöl deine Haut (und die Dusche!) superölig werden würden, aber das war kein bisschen der Fall. Das Salz exfoliert die Haut und dank des Olivenöls spart man sich das Eincremen nach dem Duschen. Man spart also sogar noch Zeit! Und ziemlich umweltfreundlich ist das Ganze auch. (Besser geht's nicht, oder?)

Final verdict: this stuff is amazing. It does not cost much, is easy too make and makes your skin incredibly soft. Before using it, I was a bit concerned that with all that olive oil, it would leave the skin (or shower) very oily, but it does not at all. The salt exfoliates the skin and the olive oil makes sure you don't need to apply any bodylotion afterwards. So it also saves time! And is pretty environment-friendly, too. (Can it get any better?)

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Dienstag, 19. November 2013

Schmuck aufbewahren || Storing jewellery

Meinen Schmuck habe ich bisher in kleinen Kästchen oder Tüten aufbewahrt. Das ist insofern praktisch, als dass deine Ohrringe, Halsketten und Armreifen an einem Platz zu finden sind, du sie nicht jahrelang suchen musst, wenn du sie brauchst und sie nicht allzu viel Staub sammeln. Was dabei wahnsinnig nervig war, war, dass besonders die Ketten sich IMMER total verheddert haben - und ich meinen Schmuck nicht sehen konnte. Weil ich ihn nicht sehen konnte, habe ich ihn kaum getragen - dabei ist es doch das, wofür (Mode)schmuck da ist.

I used to store my jewellery in boxes and bags. Those are useful in that your earrings, necklaces, bangles and bracelets are kept in one place, you don't have to look for them for ages and they don't catch too much dust. But I hated how especially the necklaces got tangled up - and that I could not see my jewellery. Because I could not see it, I hardly wore any of it - which kind of defeats the purpose of owning (costume) jewellery.

Dann sah ich wie meine Mutter und einige meiner Freunde eine Korkpinnwand, ein paar Pins und Faden benutzten, um ihre Ohrringe und Ketten aufuhängen. Die Idee fand ich toll, habe es aber natürlich nicht geschafft, selbst so eine Pinnwand einzurichten. Bis vor ein paar Wochen. Jetzt also ersetzt ein kleines Styroporbrett die Tüte, in der ich meine Ohrringe bisher aufbewahrt habe...

Then I saw my mother and some of my friends using a corkboard, some pins and thread to hang their earrings and necklaces and I loved the idea but, of, course, did not get around making one myself. Until some weeks ago. So voilà, a small board of polystyrene replaces the bag I used to keep my earrings in...


 

...und ein Stück Karton mit einer Handvoll Nägeln macht das Kästchen, in dem bisher meine Ketten aufbewahrt wurden, überflüssig:

...and a piece of card board and a handful of small nails renders obsolete my necklaces box:
 

 
Ich habe zwei Minuten (und keinen Cent) darauf verwendet, die beiden Teile herzustellen - Styropor, Karton und Nägel waren Teil der Verpackung meines neu gekauften Kleiderschranks. Wenn doch solche kleinen Bastelprojekte nur immer so einfach (und günstig) wären...

I spent two minutes (and not a single penny) making both - polystyrene, card board and nails were left over from the packing of my newly purchased wardrobe. If only DIY could always be that easy (and cheap)...
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Mittwoch, 28. August 2013

Aus T-Shirt mach Tasche! || Upcycle t-shirt into tote bag!

East London Mosque and London Muslim Centre, Whitechapel. 
Donnerstag, 29 August 29 2013 - 18:00 bis 20:30 Uhr

East London Mosque and 
London Muslim Centre, Whitechapel. 
Thursday, August 29, 2013 - 6:00pm until 8:30pm

"Bring eines deines Lieblings-T-Shirts vorbei und wir zeigen dir, wie man Schritt für Schritt aus einem deiner T-Shirts eine super-umweltfreundliche und praktische Tragetasche oder einen Rucksack macht. Lerne, wie man einfache Sachen näht, so dass du in der Zukunft selbst wiederverwerten, recyclen und aus Altem Neues schaffen kannst! Das brauchst du:

- 1 oder 2 saubere getragene T-Shirts (kräftige Farben oder Slogan-T-Shirts funktionieren besonders gut)
- Lust darauf, kreativ zu sein

Wir helfen dir mit allem anderen! Die 5 GBP, die du beisteuerst, sind eine Spende für unsere Kampagnenarbeit für ethische Mode."

Begrenzte Platzzahl - hier geht's zur Platzreservierung und hier zur Facebook-Seite der Veranstaltung!


"Bring along a pre-loved t-shirt and we'll show you step by step how to upcycle your tees into super eco-friendly and useful shopping tote or rucksack. Learn basic sewing skills which will help you REUSE, RECYCLE, UPCYCLE! You need to bring:

- 1 or 2 clean worn t-shirts (bright colours work well as do tees with slogans) 
- Your creative flair 

And we'll help you with the rest! Your £5 will be a donation towards our work to campaign on ethical fashion."

Limited places - book here. See also the event's Facebook page. 
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