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Montag, 14. August 2017

Mode und Politik | Fashion and politics


Hallo Welt! Es gibt mich noch, ich bin nur unglaublich beschäftigt mit meiner Promotion. Außerdem war ich krank. Aber jetzt geht es mir besser. Ich wollte heute mit euch über die Beziehung zwischen Mode und Politik sprechen. Ich habe früher oft gezögert, Leuten zu sagen, dass ich mich für Mode interessiere und einen Modeblog schreibe. Sich für Mode interessieren - ist das nicht unglaublich oberflächlich? Nö, ist es nicht. Mode und Politik sind eng miteinander verbunden, sie waren es schon immer. Die Mode-Bloggerin Alison Gary von Wardrobe Oxygen hat das gerade sehr treffend in einem Blogpost zusammengefasst:

"Mode ist und war schon immer politisch. Kleidung und Farbwahl waren immer ein Mittel, um Gesellschaften zu kontrollieren und Macht und Prestige auszudrücken. Menschen haben seit Jahrhunderten ihre Kleidung dazu benutzt, ihre politische Haltung auszudrücken, um gegen einen Anführer oder eine Regierung zu protestieren oder um Gemeinschaft auszudrücken. Die Kleidung, die du trägst, werden in verschiedenen Ländern hergestellt, wobei verschiedene Gesetze befolgt oder gebrochen werden, um sie herzustellen und in dein lokales Einkaufszentrum oder deinen Briefkasten zu befördern. Vorzugeben, dass Mode und Politik nicht eng miteinander verknüpft sind, ist naiv und nützt weder dir noch sonst jemandem, der an diesen Prozessen beteiligt ist." 

Hier findet ihr noch ein paar mehr Blogposts, die ich zum Thema Mode und Politik geschrieben habe.
Hello world! I'm still alive, just really busy with my PhD. And I was ill. But now I'm better. Today I wanted to speak with you about the relation between fashion and politics. For a long time, I used to be hesitant to share that I have an interest in fashion and that I write a fashion blog. To be interested in fashion - isn't that incredibly superficial and shallow? Well, no, it's not. Fashion and politics are closely intertwined, they always have been. Fellow fashion blogger Alison Gary from Wardrobe Oxygen has summarised this on point in a recent blog post: 

"[F]ashion is and always has been political. Clothing and color choices in what people have worn have always been a way to control societies and show power and prestige. For centuries individuals have used their clothing to express their political leanings, to protest against a leader or government, to show community. The clothes you wear are made in different countries, with different laws used or broken to create them and get them to your local mall or mailbox. To pretend fashion and politics aren’t intertwined is naïve and doesn’t benefit you or anyone else involved in the process."
 Here are a few more blog posts I have written on the topic of fashion and politics.
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Mittwoch, 8. März 2017

Alles Gute zum Internationalen Frauentag || Happy International Women's Day

Es ist schon spät, und ich bin müde (vom Powerfrau-Sein 😎 ), aber alles Gute zum Internationalen Tag der Frau wollte ich euch doch wünschen ... mit diesem ziemlich coolen Video von Deen Squad, das Hijabis im Westen feiert - lasst euch nicht unterkriegen, Mädels ❤

It is late already and I'm rather tired (from being one of many awesome women out there 😎 ), but I did want to quickly wish all of you Happy International Women's Day ... with this pretty cool video by Deen Squad that celebrates hijabis in the West - don't let them put you down, ladies, keep on being awesome ❤


Donnerstag, 3. März 2016

Die französische Kopftuchträgerin || The French hijabi

Sakina kommt aus Frankreich. Sie studiert zurzeit in Großbritannien, aber wird im Sommer wieder zurück nach Paris gehen. Sie studiert Jura und will Anwältin werden. Ich habe auch in Frankreich studiert (vor ein paar Jahren...), und wir sind uns einig darin, dass man als Muslim in Großbritannien besser aufgehoben ist. Sorry, Frankreich, das ist einfach so. Du kannst dafür Mode besser. Wie Sakina auf diesen Bildern zeigt... ;) 

Sakina is from France. She currently studies in the UK, but will go back to Paris in the summer. She studies law and wants to become a lawyer one day. I studied in France, too (a few years ago...), and we both agree that as a Muslim, life is better in the UK. Sorry, France, but that's just what it is. You're better in terms of style so, as Sakina demonstrates in these pictures... ;) 




Hijabi fashion muslim modest Mode Kopftuch

Sonntag, 25. Oktober 2015

Kopftuch in Deutschland tragen || Wearing hijab in Germany


Ein richtig gutes Interview zum Thema Kopftuchtragen in Deutschland. Über anti-islamischen Rassismus, Opferrollen, Emanzipation und schwierige Entscheidungen.

A really good interview on wearing hijab in Germany (in German only, sorry!). On anti-Islamic racism, victim status, emancipation and difficult decisions.
hijab blog

Mittwoch, 1. Juli 2015

Eine feministische Aussage || A feminist statement

- 14 Ramadan - 


"Mein Kopftuch hat nichts mit Unterdrückung zu tun. Es ist eine feministische Aussage"

"Befreiung liegt in der Wahlfreiheit" 

Hanna Yusuf über die Aufregung über das Kopftuch, Schönheitsideale und Sexsymbole, progressive Werte und kommerzielle Imperative, was Femen falsch verstanden haben und wie manche junge Frauen durch das Tragen des Kopftuchs das Recht auf ihre Körper, Selbstbestimmung und Eigenständigkeit unterstreichen.


"My hijab has nothing to do with oppression. It's a feminist statement" 


"Liberation lies in the choice"


Hanna Yusuf about the uproar about the hijab, beauty ideals and sex symbols, progressive values and commercial imperatives, what Femen got wrong and how some young women reclaim their bodies and get empowered through the hijab.

hijab fashion

Mittwoch, 17. Juni 2015

Der Lange-Rock-Skandal || Long-skirt-gate


Wenn ich es nicht wüsste, würde ich nicht glauben, dass das im 21sten Jahrhundert in Europa passiert ist. Eine Schülerin der Schule verweisen, weil sie einen langen Rock trägt? Wie bitte, geht's noch?! Das hat nichts mit Säkularismus oder der Verteidigung demokratischer Werte zu tun. Sondern eine Menge mit Arroganz, anderen seine Normen aufdrücken, diesen Mädchen ihr Recht auf Wahlfreiheit zu nehmen und, ja, Extremismus. Weil was sonst als extrem(istisch) ist ein Schuldirektor, der für diese Mädchen entscheiden will, wie viel Bein sie zu zeigen haben, und ihnen, wenn sie nicht nachziehen, den Zugang zur Schule (hallo, Bildung?!) verwehrt. Es läuft 'ne Menge falsch hier in Großbritannien, aber es sind Momente wie dieser, dass ich froh bin, hier zu leben.

If I didn't know, I wouldn't believe this was happening in Europe in the 21st century. Sending a schoolgirl home for wearing a long skirt? What the heck?! This doesn't have anything to do with secularism or defending the democratic values. But a lot with arrogance, imposing your norms on others, denying these girls their free choice and, yes, radicalism. Or what else is a headteacher who wants to decide for these girls how much leg they have to show and who, when they don't comply, denies them access to the school, to education, if not radical? There is a lot wrong in the UK, but it is moments like these that I am glad to live here.

kljlk

Freitag, 24. April 2015

Rana Plaza: vergessen haben wir nicht - oder doch? || Rana Plaza, we haven't forgotten - or have we?


Zwei Jahre ist es her, seit die Rana-Plaza-Kleiderfabrik in der bengalischen Hauptstadt Dhaka eingestürzt ist. Über 1000 Menschen wurden damals unter den Trümmern begraben, von Gebäudeteilen erschlagen, von Metallteilen aufgespießt. 1000 Menschen - und das sind nur die, die gestorben sind. Viele mehr wurden schwer verletzt, einige so schwer, dass sie nie wieder arbeiten werden können.

Der Aufschrei damals war groß. Aber zwei Jahre nach der Tragödie hat sich nicht viel verändert. Nicht die Arbeitsbedingungen von Niedriglohnbeschäftigten in der Bekleidungsindustrie (nicht nur) in Bangladesch, und auch nicht unsere Einkaufsgewohnheiten. Kaufst du noch bei Primark, Benetton, C&A, Mango, Zara? Ich schon. Und ich mag damit angefangen haben, mehr von Fairtrade-Marken zu kaufen (und sowieso kaufe ich viele, wenn nicht sogar die meisten, meiner Kleider in Second-Hand-Läden), aber mit jedem Hemd, das wir bei Primark kaufen, mit jedem Rock von Mango unterstützen wir letztendlich die Ungerechtkeit, die den Arbeitern in der Bekleidungsindustrie in Südasien und anderen Teilen der Welt widerfährt.

Und natürlich ist niemand perfekt, nicht alle von uns können es sich leisten, nur Fairtrade zu kaufen, aber das Ganze würde sich ein bisschen besser anfühlen, wenn wir uns wenigstens erinnern würden, wenn wir wenigstens einräumen würden, wenn uns bewusst wäre, was wir hier tun, was wir unterstüten - aber tun wir das? Oder shoppen wir einfach fröhlich weiter ohne auch nur einen Gedanken darauf zu verlieren, wie es sein kann, dass das Maxikleid, das wir da gerade erstanden haben, nur 10 EUR gekostet hat? Wieviele Autoren von muslimischen Modeblogs schreiben nicht nur über die neusten Trendfarben oder veröffentlichen noch ein Schaut-mal-alle-was-ich-gekauft-habe-Video, sondern erinnern sich und andere daran, dass wir, als Muslime, eigentlich aufstehen sollen gegen Ungerechtigkeit und nicht die Ausbeutung der Schwächsten in einer Gesellschaft noch fördern?

Ok, genug gemeckert - was kann man tun?

1) Versuchen, wenn immer möglich, Fairtrade- (und biologisch verträglich hergestellte) Kleidung zu kaufen.
2) Second-Hand kaufen (falls das einem liegt). 
3) Einfach weniger kaufen - brauchen wir wirklich das ganze Zeug?
4) Vielleicht Kleider mit Freunden tauschen.
5) Oder sogar Kleider selber nähen, aus Fairtrade-Stoffen.
6) Initiativen unterstützen, die sich für die Rechte von Arbeitern einsetzen.
7) Und zu allermindest: Bewusstsein schaffen und über die Problematik aufklären.


It's been two years since the Rana Plaza garment factory in the Bangladeshi capital Dhaka collapsed. More than 1000 people were buried under the rubble, crushed to death, pierced by metal pieces. 1000 people - and that's just those who died. Many more were left with severe injuries, some of them unable to ever work again. 

The outcry was huge. But two years after the tragedy, not much has changed. Not the working conditions of - not only - Bangladesh's low-paid workers in the garment industry, nor our shopping habits. Do you still buy at Primark, Benetton, C&A, Mango, Zara? I know I do. And I might have started to buy more from fair trade labels (and I buy many, if not most of my clothes from charity shops anyway), but still, in the end with every shirt we buy from Primark, every skirt from Mango we support the injustice done to the people working in the garment industry in South Asia and elsewhere.

And no-one is perfect, of course not, not all of us can afford to buy fairtrade only, but it would feel a bit better, if at least we remembered, if at least we acknowledge - but do we? Or do we just happily continue shopping without ever thinking about how it is possible that that maxi dress we've just recently purchased didn't cost us more than 10 GBP? How many authors of Muslim fashion blogs do not just write about the latest colour trends or publish yet another "haul" video, but also remember, and remind themselves and others, that we, as Muslims, are supposed to stand up for justice and not support exploitation of the weakest in society?

Ok, rant over - what can we do?

1) Try to buy fairtrade (and organic) clothes whenever possible.
2) Consider buying from charity shops.
3) Buy less - do we really need that much?
4) Consider swapping clothes with friends.
5) Perhaps sew your own clothes using fairtrade fabric.
6) Support initiatives promoting workers' rights.
7) And at the very least: raise awareness!

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Montag, 23. Februar 2015

Mode und Schönheit im Wandel || Fashion and beauty throughout time

Die Genauigkeit dieses kurzen Videos kann man wahrscheinlich diskutieren, und wahrscheinlich wäre es präziser, von "Schönheit in Teheran und anderen großen iranischen Städten" zu sprechen (anstelle von "Schönheit im Iran"), aber die Hauptbotschaft bleibt die Gleiche und bringt es auf den Punkt: Was als modisch, schön, tragbar empfunden ist ständigem Wandel unterworfen und bleibt kaum jemals unverändert. Und das gilt für den Iran genauso sehr wie überall anders.
 
The accuracy of this short video can probably be debated, and it would most likely be more precise to be speak of "Beauty in Teheran and other big Iranian cities" (instead of "Beauty in Iran"), but the main message remains spot-on: what is considered fashionable, beautiful, acceptable to wear is subject to constant change and hardly ever remains the same. And that is true for Iran as much as for everywhere else.



dgdg

Freitag, 30. Januar 2015

Freiheit ist nicht ein Minirock || Freedom is not a miniskirt

 
 
Freedom is not a miniskirt. Freedom is having the choice of either wearing a miniskirt or niqab.

"When, as happened recently in France, an attempt is made to coerce women out of the burqa rather than creating a situation in which a woman can choose what she wishes to do, it's not about liberating her, but about unclothing her. It becomes an act of humiliation and cultural imperialism. It's not about the burqa. It's about the coercion. Coercing a woman out of a burqa is as bad as coercing her into one."

Arundhati Roy

Freiheit ist kein Minirock. Freiheit ist es, die Wahl zu haben zwischen einem Minirock und Niqab.

"Wenn, wie es kürzlich in Frankreich der Fall war, versucht wird, Frauen aus der Burka zu zwingen anstatt eine Situation zu schaffen, in der jede Frau entscheiden kann, was sie selbst tun möchte, dann ist das kein Versuch, sie zu befreien, sondern sie auszuziehen. Es wird ein Akt der Erniedrigung und des kulturellen Imperialismus. Da geht es dann nicht mehr um die Burka. Sondern um Zwang. Eine Frau zwingen, die Burka auszuziehen ist genauso schlimm wie sie dazu zu zwingen, sie auszuziehen."

Arundhati Roy
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Samstag, 6. September 2014

Bartfragen || Beard questions

Teil 6 der Reihe zu Männer, Mode und Islam
(Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5)
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Part 6 of the series on men, fashion and Islam 
(part 1, part 2, part 3, part 4, part 5)




Viele muslimische Männer tragen Bart, und die Debatte unter Gelehrten dreht sich darum, ob das Tragen eines Bartes fardh, wajib oder "nur" sunnah ist. Für viele Muslime ist ein (muslimischer) Mann mit Bart genauso sehr "mashaallah" wie es eine Frau mit Hijab ist, und damit meine ich, dass sie davon ausgehen, dass die Person, um die es geht, ganz besonders rechtsgläubig ist. Wir wissen natürlich alle, dass das nicht immer der Fall ist und dass es ziemlich irreführend sein kann, den Iman eines Muslims davon, wie er oder sie aussieht, ableiten zu versuchen. Dabei leben wir in einer multireligiösen Gesellschaft, und werden nicht nur von anderen Muslimen sondern auch nichtmuslimischen Mitgliedern unserer Gesellschaft beurteilt. Welche Signale senden verschiedene Arten von Bärten an Nicht-Muslime? Was denken Leute, wenn ein Mann mit Bart vor ihnen steht - oder ihnen im Vorstellungsgespräch gegenüber sitzt? Welche Stereotype sind mit einem Vollbart, Schnurrbart, Bartstoppeln verbunden? In diesem Artikel auf "The Art of Manliness" betrachtet Antonio Centeno das Thema näher.

Many Muslim men wear a beard, with scholars debating whether growing a beard is fardh, wajib or "just" sunnah. To many Muslims, a (Muslim) man with a beard is as much "mashaallah" as a woman with hijab, and by that I mean that they make the assumption that the person in question is particular pious. We all know, of course, this is not always the case and that it can be misleading to judge a Muslim's level of iman by the way they look. However, we live in a multireligious society and are not judged by fellow Muslims only but also by non-Muslim members of our society. What signals do different kinds of beards send to non-Muslims? What do people think if a guy with a huge beard stands in front of them - or sits opposite them in a job interview? What stereotypes are associated with a full beard, a mustache, some stubbles? In this article on "The Art of Manliness", Antonio Centeno explores the topic in detail.
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Samstag, 22. Februar 2014

Zu Genügsamkeit und Identität || On frugality and identity

"Frugality creates an authentic self. Our consumerist society wants us to believe that we are what we buy. But despite what advertisers tell us, we are made up of the things that cannot be purchased – our values, ethics, minds, relationships, and hobbies. Frugality forces you to find an identity that can’t be bought off the shelf."
 
The Art of Manliness


"Genügsamkeit schafft ein authentisches Selbst. Unsere Konsumgesellschaft will uns glauben machen, dass wir sind, was wir kaufen. Aber unabhängig von dem, was Werbeleute uns versichern, sind es Dinge, die man nicht kaufen kann, die uns ausmachen - unsere Werte, Moral, unser Geist, Beziehungen und Hobbies. Genügsamkeit zwingt dich dazu, eine Identität zu finden, die man nicht einfach im Laden kaufen kann."

Montag, 25. November 2013

"Andere" Niqabis || "Different" niqabis

Er ist jetzt nicht wirklich neu hier, aber der Geschichtsschleier ist weiterhin in Europa (und darüber hinaus) ein umstrittenes Stück Stoff. Viele scheinen nicht so wirklich eine Ahnung zu haben, was sich darunter versteckt. Ihnen erscheint der Gesichtsschleier fremd. Er irritiert. Verärgert. Stört. Aber er fasziniert auch. Und belebt die Fantasie von vielen.  

It has been around for some time but the face veil remains a contentious piece of cloth in Europe (and beyond). Many do not really seem to know what is hidden underneath. To them, the face veil is strange. It irritates. It offends. But it also fascinates. It fires people's imagination. 

Politische Künstler, Marketingexperten und Popstars haben sich in den letzten Jahren den Gesichtsschleier und die Burqa vorgenommen. Sie haben sie interpretiert und transformiert. Für sie ist die Burqa ein Kunstwerk geworden. 

Political artists, marketing professionals and pop stars have in the past years turned to the face veil and the burqa. They have interpreted and transformed it. To them, the burqa has become a piece of art. 

Hussein Chalayans berühmte Bilder von Frauen in Burqas, die nicht lang genug sind, um ihre Genitalien zu bedecken, und damit auf Auffassungen von Öffentlichkeit und Privatsphäre, Nacktheit und Bedeckung, Kleidung und dem Körper, der darunter bedeckt ist, sind nur ein Beispiel.

Hussein Chalayan's famous pictures of women in burqas which are not sufficiently long to cover their private parts, thus playing on notions of public and private, nakedness and cover, clothes and the body which is hidden underneath, are only one example.

In den letzten Wochen bin ich auf eine Reihe von "anderen" Niqabi-Bildern gestoßen, die ich mit euch auf diesem Blog teilen wollte. Ich weiß nicht viel über diese Bilder, wer sie gemacht hat, wer der Fotograf war und wer die Personen, die den Schleier tragen. Und ehrlich gesagt bin ich nicht ganz sicher, was ich von ihnen halten soll. Wenn ich ein bisschen mehr über den Kontext, in dem diese Bilder gemacht wurde, würde mir wahrscheinlich helfen, zu entscheiden, ob ich sie genial finde (weil sie an weitverbreiteten Annahmen über Niqabis und muslimische Frauen im Allgemeinen kratzen) oder unmöglich (weil durch sie, wieder mal, muslimische Frauen objektifiziert werden).

I have, in the last weeks, come across a number of other "different" niqabi pictures which I wanted to share on this blog. I don't know much about these pictures, who took them, who the photographer was and who the people wearing the veils. And to be honest I am not quite sure what to think of them. Knowing a bit more about the context in which these pictures were taking would probably help me decide whether I think they are great (because they challenge common assumptions about niqabis and Muslim women more generally) or despicable (because, once again, they objectify Muslim women).

In jedem Fall könnten sie Bilder zu einer interessanten Debatte über kulturelle Appropriation, über Selbst- und Fremdwahrnehmung(en), Körperbilder, Sexualität, das (Post)Koloniale, Öffentlichkeit und Privatsphäre, Kleidung in verschiedenen Kulturen, Konformität und Devianz und die Beziehung zwischen Politik, Glaube und Kunst.

In any case, these pictures could lead to a very interesting debate on cultural appropriation, on self perception vs. social perception(s), body images, sexuality, the (post)colonial, the public and the private, clothing across different cultures, conformity and deviance, and the relation between politics, faith and the arts.




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Freitag, 8. November 2013

Why I wear a white (instead of a red) poppy

"Remembrance is good. But peace is better."


Every year in early November, they are back. The red poppies. On coat collars, shirt pockets, front bumpers. Worn by news presenters, politicians, teachers, the guy in the grocery store around the corner. They sell them in town, at the town hall - and at my daughter's school. You see them on huge ads in the city centre, on TV, on the front page of some of the country's major newspapers. Poppies everywhere.

Red poppies are worn in the days leading to Remembrance Day which is celebrated on 11 November. They are worn to remember the victims of war, the soldiers who have given their lives in the line of duty. Now I feel very sympathetic to every victim of war - and yes, that includes soldiers who have been injured or lost their lives fighting. I feel with them and their loved ones - even if no-one forced them to put themselves at such risk. I feel with them, because their pain is real, and a human is a human.

But I will not express my solidarity with soldiers who are fighting wars in countries I am not sure they should even be in. I will not donate for soldiers who should be taken care of by the government that made the decision to send them to these countries in the first place. I will not speak of them as "war heroes" - reality is so much more complex. I also feel that by ostentatiously remembering the soldiers, we don't give sufficient space for their victims, for the hundreds, thousands, millions of civilians that suffer from the violent conflicts they did not chose to be part of.

That is why this year I am wearing a white poppy. A white poppy that stands for peace, non-violence and for asking critical questions. In the hope that one day we will not have to remember. Or as one of the people who have asked me about the white poppy on my coat collar said: "Remembrance is good. But peace is better." (For more detailed explanations of why some prefer white poppies over the red ones, see these texts by Assed Baig, Lindsey German and Madeleine Fry.)

Now getting hold of a white poppy is not as easy as that. You get red poppies pretty much everywhere, but there is only a limited number of organisations that sell white poppies. The Peace Pledge Union is one of them. You can also buy them on Ebay. I purchased one from the Stop the War coalition. And, as I was not sure how long it would take for the white poppy to arrive, I made my own (using a red poppy I had gotten for free).

Red poppy


 Red poppy and white nail polish - ready to attack


Paint the poppy!


White poppy


 White poppy on my coat collar

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Dienstag, 17. September 2013

Black is beautiful

Wenn eines kleines Mädchen von der Schule nach Hause geschickt wird, weil "Dreadlocks, Afros, Irokesenschnitte und andere trendige Frisuren" von ihrer Schule als "nicht akzeptabel" angesehen werden...

Könnte man einfach sagen: "Na ja, so sind halt die Vorschriften".

Oder: "Ok, aber muss sie das unbedingt tragen?".

Oder: "Aber es sieht schon ein bisschen unordentlich aus".

Oder man könnte sehen, dass das ungerecht ist, diskriminierend und mal wieder ein Fall von einer Mehrheit, die definiert, was akzeptabel, was die Norm, was schön ist.


If a young girl is being sent home from school because “dreadlocks, afros, mohawks, and other faddish styles”are considered "unacceptable" by her school...

You could just say: "Well, if it's part of the dress code". 

Or "Ok, but does she really need to wear this?". 

Or "But it does look kind of messy".

Or you could see that this is injust, discriminatory and yet another case of a majority defining what is acceptable, what is the norm, what is beautiful.
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Mittwoch, 3. Juli 2013

Punk Hijabi


“A friend of mine says that one defines a punk as opposed to one or another form of oppression. I’m tired of people’s generalizations and stereotypes about Muslim girls. Therefore, I am punk.” Tesnim Sayar, Denmark
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"Eine Freundin von mir sagt, dass Punk sein bedeutet, gegen Unterdrückung zu sein. Ich habe genug von den Pauschalisierungen und Vorurteilen gegenüber muslimischen Mädchen. Deshalb bin ich ein Punk." Tesnim Sayar, Dänemark
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Mittwoch, 10. April 2013

A Peace Treaty

Ihr Einsatz für humanitärische Fragen kombiniert mit ihrem Faible für Mode brachte Dana, eine libysche Jüdin, und Farah, eine pakistanische Muslimin, dazu, gemeinsam ein Fair-Trade-Accessoires-Label namens A Peace Treaty ins Leben zu rufen. Hört sich gut an? Hier geht's zum Artikel auf emel.com! Oder seht euch gleich Danas und Webseite an.

"A strong humanitarian outlook, coupled with a love of fashion caused Dana, a Libyan Jew, and Farah, a Pakistani Muslim, to launch their own (fair trade) line of accessories (named A Peace Treaty)." Sounds good? Read the full story on emel.com! Or check out Dana's and Farah's website here.

Samstag, 2. März 2013

Die Neuen Nazis und ihre Kleider || The New Nazis and their clothes



 "Die Neuen Nazis und ihre Kleider"
Informationsworkshop zur Modemarke Thor Steinar 

Dienstag, 19. März, 10-12 Uhr
Dienstag, 19. März, 12-14 Uhr
Mittwoch, 20. März, 10-12 Uhr
Donnerstag, 21. März, 10-12 Uhr

Wer mit der Mode geht, hat viel zu tun - was heute trendy ist, kann morgen schon out sein. Doch aufgepasst: Klamotten können politische Botschaften tragen und nicht immer sind diese auf den ersten Blick zu erkennen.

Eine dieser Marken ist Thor-Steinar. Sie wird gern von Rechten und jungen Neo-Nazis getragen, denn viele Motive der Kollektion lassen eine positive Bezugnahme zu rechter und menschenverachtender Ideologie zu. Da die Kleidung sehr modisch ist und nicht jedem/r diese Bezüge sofort klar sind, kann die Marke auch Zugang zu bisher unpolitischen Käuferschichten eröffnen. Läden, die Thor-Steinar-Produkte verkaufen, sind zudem oft lokaler Treffpunkt der rechten Szene.

Der Workshop klärt über die Marke Thor-Steinar und die dahinter stehenden Botschaften sowie andere Marken der Rechten auf. Die Teilnehmenden werden auf die Gefahr solcher Läden aufmerksam gemacht und sie werden dazu befähigt, gegen solche Marken zu argumentieren. Darüber hinaus zeigt der Workshop Handlungsmöglichkeiten auf, wie man selbst gegen Rassismus und für ein tolerantes, menschliches Miteinander aktiv werden kann.

Der Workshop richtet sich insbesondere an Schüler und Schülerinnen ab Klasse 8 sowie an alle am Thema Interessierten. Bitte melden Sie sich nach Möglichkeit im Vorfeld an.




 "The New Nazis and their clothes"
Information workshop on the clothing brand Thor Steinar

A workshop on how clothes are used to make a political statement by neonazis in Germany, on how to detect the messages and codes they can carry and what else can be done to counter racism and intolerance.
Contact and registration: Maria Wagner (maria.wagner@friedenskreis-halle.de or 0049 - 345-27980752)
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Freitag, 22. Februar 2013

Glaube und Mode || Faith and Fashion

"Faith and Fashion
A new language for women’s interfaith dialogue


Date: Tuesday 5th March 2013
Time: 18:00-19:00, followed by a reception
Location: London College of Fashion
RSVP Essential: rhs@fashion.arts.ac.uk

Join us for the first of a series of events focusing on Faith and Fashion at London College of Fashion!

Is fashion changing faith or is faith changing fashion?

When so many young women from religious communities are passionate about fashion why are so few of them training in fashion and art and design?

Our expert panel explores why and how fashion has become central to the expression of personal faith, spirituality, and ethics for women from many different faiths and for women who see themselves as secular. Served by a growing modest fashion sector and an international modest fashion blogosphere, women from different faith communities are crossing boundaries and talking to each other about what they wear and why they wear it. This shared dialogue crosses commerce and commentary with women taking a lead in the creation of new relationships between faiths and between religious and secular societies. Progressive organisations that work with women and girls have been quick to respond to this interest in the spiritual and moral dimensions of clothing in relation to faith and ethnicity with innovative projects on fashion and design. Turning this enthusiasm into career opportunities is the job of fashion education, working with students, schools, and communities to demonstrate that design initiative can go hand in hand with personal and spiritual integrity." More...

Eine am 5. März am London College of Fashion stattfindende Podiumsdiskussion zum Thema Glaube und Mode (weitere Veranstaltungen zum Thema sind geplant). Mehr Infos...

Samstag, 16. Februar 2013

Mehr als "nur Mode" || More than "just fashion"

Was du trägst hat mit so viel mehr als "einfach nur Mode" zu tun. Die Kleider, die du trägst, können eine politische Aussage machen, sie können anderen etwas über deine (tatsächliche oder vermutete) Identität sagen, deinen sozialen Status, kulturellen Hintergrund, religiösen Glauben, persönlichen Geschmack, dein Geschlecht, Alter und deinen Beruf, wo du herkommst und wo du hinwillst. Sie können Konformität ausdrücken ... oder Widerstand (was natürlich je nach Kontext wechseln kann). Wie zum Beispiel der Anzug, den du zur Arbeit trägst, um ins Bild zu passen. Oder diese traditionellen Kleider aus Palästina.

What you wear is about so much more than "just fashion". The clothes you wear can carry a political statement, they can tell others about your (actual or assumed) identity, social status, cultural background, religious belief, personal preference, your gender, age, profession, where you come from and where you would like to go. They can express compliance ... or resistance (which can, of course, change depending on the context). Just like the suit you wear to work to fit in. Or, for example, these traditional dresses from Palestine.